K.I.T.T. – TECHNICAL RIDER

KITT - Technical Rider
KITT - Technical Rider

Es werden wieder mehr und mehr Auftritte kommen. Ganz sicher. Resigniere niemals durch irgendwelche Schwarzmalereien und Absagen. Motiviere deine Band und nutze die schwere Zeit für Vorbereitungen. Neben Aufnehmen, Songs schreiben gibt es auch administrative Tätigkeiten, die du früher oder später brauchst. Solltest du einen Gig bekommen, bei dem vorab ein Technical Rider (kurz Tec Rider) angefragt wird, ist es vorteilhaft einen solchen bereits erstellt zu haben. Denn du wirst dich mit genügend anderen Dingen auseinandersetzen müssen.

Nein, ein Tec Rider hat nichts mit Knight Rider zu tun. Es handelt sich dabei um eine technische Bühnenanweisung, mit deren Hilfe du die Location und den Tontechniker (Mischer) auf deine technischen Anforderungen vorbereitest. Es handelt sich also vor allem um einen Blueprint, mit welchem der Mischer sofort sieht, wie viele Mitglieder deine Band hat, wer wo steht, wie viele Eingangs- und Monitorsignale bereitgestellt werden müssen und ob es sonstige technische Anforderungen (bspw. DI) gibt.

Sicherlich wirst du viele Locations finden, die keinen Rider wollen bzw. sagen, dass sie Keinen benötigen. Glaube mir, wenn du und deine Band aufbaut und ihr dann entsetzt feststellt, dass zu wenige Monitor-Wege vorhanden sind, ist der Schrecken groß. Das lässt sich auch nur bedingt bei einem schönen goldgelben Kaltgetränk mit Schaumkrone verdrängen. Zudem ist es im Zusammenspiel mit mehreren Bands einfach vorteilhaft. Ihr könnt vorab Gemeinsamkeiten feststellen und euch gegebenenfalls absprechen, wer was mitbringt. Technik ist saucool, aber die Schlepperei (v.a. beim Abbau :-)) die Hölle.

Ein Technical Rider hilft euch auch das Resultat zu verbessern. Ein Tontechniker kann sich viel besser vorbereiten – das wirkt sich selbstverständlich auf den Live-Sound aus. Unangenehme Überraschungen ausgeschlossen. Lass dir Zeit beim Erstellen und halte ihn bitte aktuell. Gab es eine Besetzungs-Änderung oder hat der Gitarrist wieder im Technik-Kaufrausch zugeschlagen, müssen diese Änderungen in den Tec Rider. 

Es sollten nicht nur die puren Instrumente aufgeführt werden, sondern ganz konkret alle Einzelheiten. Nehmen wir das Schlagzeug – die Bezeichnung „Drums“ reicht nicht. Sondern „Bassdrum, Snaredrum, HiHat, 2x Toms, 2x Crashbecken, Ridebecken“ etc. Je genauer, desto besser. Der Techniker muss sich nämlich einen Patchplan überlegen, was v.a. für mehrere Bands an einem Abend essentiell ist. Wer steht wo, wer will welches Monitor-System (oder hast du ein eigenes In-Ear-System?). Kontaktdaten sind selbstverständlich auch verpflichtend – so kann bei Rückfragen Kontakt aufgenommen werden. Selbstverständlich kannst du den Tec Rider beliebig erweitern mit Soundwünschen („ganz viel Hall, damit die Zwerge Eribors Stolz auf uns wären“ :-)).

Kurzum sollte alles, was mit Technik zu tun hat, drauf. Nein, kulinarische Ergüsse à la „Whisky on the Rocks“ sollten auf einen sogenannten Catering Rider. Sobald du diesen schreiben darfst, ist es ein untrügliches Zeichen, es in gewisser Weise bereits zu etwas gebracht zu haben. 😉 Halte den Tec Rider kurz und simpel. Versetze dich in die Lage eines Tontechnikers, der dich noch nie gesehen hat: Ist klar, was benötigt wird? Du musst kein Knight sein, um einen Rider zu erstellen. Lade dir die kostenlose Vorlage herunter – K.I.T.T. wäre Stolz auf dich.

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